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4 PolyBooks

4.1 – Was ist ein PolyBook?

Das PolyBook ist eine Verbindung des bekannten und bewährten Konzepts von Vorlesungsnotizen mit modernen Bedürfnissen wie z. B. die Einbindung von multimedialen oder interaktiven Inhalten und ist auf den ersten Blick sehr nahe bei einem Blog (PolyBook basiert auf WordPress). Note bene ist dieser Blog auch selbst ein PolyBook!

Insbesondere können Elemente wie die folgende Folienpräsentation mit eingebauten Kontrollfragen (die Auswertung mit entsprechendem Feedback erfolgt unmittelbar) relativ einfach integriert werden, was dazu beitragen kann, durch Wechsel im Medium die Aufmerksamkeit und Konzentration zu fördern.

 

Diese «modernen Vorlesungsskripten» wurden am D-HEST entwickelt und in den letzten Monaten am D-MATH von einer Gruppe von KollegInnen um Meike Akveld,  Menny Akka  und Manfred Einsiedler weiterentwickelt, um ganz spezifisch auf die Anforderungen von Mathematikern zu reagieren.

Insbesondere ist es mittlerweile möglich, ganze Abschnitte in Latex zu setzen und die entsprechenden Möglichkeiten zu nutzen. Eine Konvertierungstool, mit Hilfe dessen aus einer Latex-Quelle, z. B. einem bereits existierenden Skript, direkt ein PolyBook erstellt werden kann, ist zur Zeit in Arbeit.

Selbstverständlich ist dies aber nicht zwingend. Ein PolyBook kann im Prinzip auch ohne Latex erstellt werden (wie der vorliegende Fall).

 

4.2 – Warum PolyBook?

Ein PolyBook bietet also eine gute Möglichkeit, alle relevanten Kursunterlagen (Notizen, Aufgaben, interaktive Elemente etc.) an einem einzigen Ort zusammenzufassen.

Zudem stehen mit der Möglichkeit, Kommentare zu hinterlegen (siehe Box unten) oder direkt Anmerkungen im Text zu machen (siehe Tool-Leiste oben rechts) mehr Optionen offen, direkt mit den Studierenden in Austausch zu treten und wertolle Hinweise zu erhalten, wo Fragen welcher Art auftreten.

Es ist also nur eine minime Umstellung auf ein neues Format notwendig, die gleichzeitig aber viele neue und interessante Zusatzmöglichkeiten bietet:

  • Im PolyBook können interaktive und multimediale Inhalte relativ einfach eingebaut werden.
  • Es gibt die Möglichkeit der Annotation, die für alle Nutzer sichtbar ist.
  • Die Lesbarkeit ist auf allen Geräten gut (insbesondere auch auf Tablets).
  • Es gibt die Möglichkeit, entweder direkt mit dem PolyBook ein PDF zu generieren (siehe oben).
  • Es gibt bereits vorbereitete Formatierungen und Layouts, die ein D-MATH-einheitliches Layout ergeben.
  • Es besteht die Möglichkeit, eine Abstimmungsoption einzubauen, z. B. um die Studierenden darüber abstimmen zu lassen, welche Inhalte in die Zusammenfassung für die Prüfung aufgenommen werden.

 

4.3 – Praktische Hinweise

Die wichtigste «Spezialität» eines PolyBook ist, dass ein PolyBook in erster Linie ein Bestandteil, ein «Inhalt» eines Moodle-Kurses ist. Dies bedeutet aber nicht, dass ein PolxBook für jeden Kurs neu angelegt werden muss, man muss einfach wissen, wie man den Studierenden – oder sonstigen Interessierten den Zugriff ermöglicht. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Wenn man sein PolyBook auf «öffentlich» stellt, hat man gar keine Probleme mit Zugriffsrechten. Es genügt, z.B. im Falle des vorlegenden PolyBook der URL (https://wp-prd.let.ethz.ch/WP0-CIPRF9687/) anzugeben, und damit ist man schon fertig.
  • Man kann einfach jedes Mal, wenn man die gleiche  Vorlesung liest, alle neuen Studierenden in den alten Moodle-Kurs einschreiben. Dann sehen die Studierenden allerdings alle Inhalte des entsprechenden Moodle-Kurses. Dieses Szenario nennt sich auch Meta-Einschreibung. Mehr dazu findet man hier .
  • Eine dritte Möglichkeit ist, dass man nur den Zugriff auf das eigentliche PolyBook gewährt, dazu  müssen die folgenden Schritte ausgeführt werden:  1) Unter der Rubrik «Website-Administration» die Einstellung vornehmen, dass entsprechende Inhalte in einem neuen Fenster geöffnet werden. 2) Auf der Seite des Moodle-Kurses die URL des entsprechenden Inhalts kopieren (nicht öffnen, sondern mit rechter Maustaste Link kopieren) 3) Diesen Link weitergeben, dann müssen sich die Studierenden einmal authentifizieren, hat dann aber auch Zugang zum entsprechenden PolyBook. Dies ist zwar etwas umständlicher, bietet aber einen Passwortschutz des PolyBooks.

Weitere praktische Hinweise zur Radaktion eines PolyBooks findet man auch unter HowTo PolyBook – oder jemanden von MELETE fragen.

Insbesondere ist es mittlerweile möglich, aus einer Latex-Quelle sowohl ein PDF als auch eine Quelldatei für ein PolyBook zu erstellen (Umwandlung via LaWeb). Weiterführende Dokumentation dazu findet man unter LaWeb Wiki oder unter LaWeb Entwicklung.

Ein Illustrationsbeispiel findet man hier (Analysis-Skript von Manfred Einsiedler) .

4.4 – Beispiele

Hier folgen nun Links auf bereits bestehende eSkripts, dem «Vorgängermodell der PolyBooks» am D-MATH (die Umstellung von eSkripten zu PolyBook fand im Februar 2019 statt):

 

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PolyBooks Laura Keller: MELETE @ D-MATH by Laura Keller for MELETE is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0 International License, except where otherwise noted.